Der Ursprung des Titels der Arbeit ist nicht schwer zu erraten. Bei einemProjekt, das eine so lange Anlaufzeit benötigt, ist das höchste Gut die Toleranz.

Virtuelle Wunschräume ...

Um die Geborgenheit der eigenen vier Wände zu geniessen und dennoch das Gefühl der Weite nicht wegzusperren, wurden Innenräume schon immer mit Motiven der Außwelt bemalt - vom "Trompe l'oeil" bis zur Fototapete.

Brigitta Höppner stellt neben einer ersten geklebten Zeichnung den Besucher/innen und späteren Bewohner/innen zusätzlich Klebeband zur Verfügung, damit sie an einer der noch rohverputzten Wände die virtuellen Raumfluchten nach eigenem Gusto erweitern können.

Die Grenze zum Nachbarn ist zugleich immer auch Kontaktzone. Auch moderne Wände sind nicht schalldicht. So sollte in jedem Mehrfamilienhaus jede Partei eine Portion Bewußtsein darüber mitbringen, wie sein "Wohnverhalten" sich auf die Nachbarschaft auswirkt.

Andererseits ist aber die Geräuschkulisse der Mitbewohner/innen auch als Klang der Gemeinschaft, als ein Geräusch der Sicherheit zu verstehen (wenn man denn will). So gesehen generiert diese "Mitmachaktion" eher die Vorfreude auf das bevorstehende Miteinander ... erwartungsgemäß haben vor allem die Kinder die Gelegenheit wahrgenommen, einfach ihre Namen an die Wand zu kleben.

Die ursprüngliche Konzeption, wie sie an die Bewohner/innen ging,
können Sie sich als PDF anschauen und ausdrucken ...

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Brigitta Höppner
  Brigitta Höppner   Kleben und Kleben lassen