Für viele Mitbürger/innen ist "Kunst" ein Tatbestand, der es rechtfertigt im Unverstand Gelder aus dem Fenster zu werfen. Da liegt es nahe, "Kunst" gleich als Tatort zu deklarieren und dann mal "kollektiv" Indizien dafür zu sammeln, wer denn nun Täter, wer Opfer ist und was es mit den "Tatwaffen" der Kunst so auf sich hat.

Unerwartete Unterstützung kam von Seiten einiger Bewohner/innen, die die Aufstellung eines Verbotsschildes eingefordert hatten: Fußballspielen verboten.

Die individuell gefühle Belästigung:

In der Kunst hat es Tradition, Materialien für ein "Happening" aufzubauen und den weiteren Verlauf dem Publikum zu überlassen. Hier: Ein in Form eines Schildes abgesperrter Bereich, dazu schwarze Blankoschilder und marmorne Kugeln. Des weiteren 20 T-Shirts, die mit einem roten Punkt bedruckt sind (die imaginäre Wunde einerseits und im Kunstkontext das Zeichen für ein erfolgreich verkauftes Werk), und einige eigentlich unverfängliche Begriffe, von deren Realität sich aber so mancher konkret belästigt fühlt, wenn sie nicht im Stillen oder am dafür vorgesehenen Ort in die Praxis umgesetzt werden:

SPIELEN, LESEN, TANZEN ... auch "Verbrechen" liegt bisweilen im Auge des Betrachters. Darüber gilt es zu sprechen und im Rahmen einer Quartiersaktion läßt sich so manche individuelle Verärgerung mit Bewußtsein über die Bedürfnisse der Anderen anreichern - und über die schleichende Verschlechterung der Lebensqualität durch Überregulierung und Verbote auf der Basis kleingeistiger Aufgeregtheiten sprechen ...

Die ursprüngliche Konzeption, wie sie an die Bewohner/innen ging,
können Sie sich als PDF anschauen und ausdrucken ...

P.S.: Der tägliche Auf- und Abbau der Installation galt manchen als freudiges Indiz: Ach die Künstler sind wieder da, da gehen wir doch nachher noch einen Kaffee trinken ... Zweck von "Kunst im öffentlichen Raum" efüllt!

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Ulrich Mattes
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